Selbsttests sind gut, Impfungen für alle Lehrkräfte wären besser

Selbsttests sind gut, Impfungen für alle Lehrkräfte wären besser

(03.03.2021) Alles deutet darauf hin, dass Bund und Länder sich heute auf Schnelltests für Lehrkräfte und Schüler/innen im Präsenzunterricht verständigen werden. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) begrüßt, dass auf diese Weise für mehr Sicherheit im Schullalltag gesorgt werden soll. Allerdings pocht der VBE darauf, dass das gesamte pädagogische Personal an Schulen berücksichtigt wird.

Zur Organisation stellt der VBE-Landesvorsitzende Stefan Wesselmann klar: „Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass nicht die Lehrkräfte für Tests an den Kindern und Jugendlichen in die Pflicht genommen werden, also dass sie Tests ausgeben, beim Testen assistieren, die Tests wieder einsammeln, überprüfen und dann entscheiden, wer in den Unterricht darf und wer wieder nach Hause gehen muss. Das ist definitiv nicht unsere Aufgabe! Wir erwarten, dass all das in den Familien geschieht. Es heißt ja nicht umsonst Selbsttest.“

Mit der Bereitstellung von Selbsttests wird eine wichtige Forderung des VBE Hessen erfüllt (siehe unsere Pressemitteilung vom 17.02.2021). Gleichwohl ist sie nur ein Schritt auf dem Weg zu weiteren Schulöffnungen. „Voraussetzung für weitere Öffnungsschritte ist ein Impf-Angebot für alle Lehrkräfte an allen Schulen“, fordert Stefan Wesselmann. Die aktuelle Ungleichbehandlung der Lehrkräfte in Hessen hält der VBE Hessen für inakzeptabel.

„Hier muss Hessen nachziehen und sich Baden-Württemberg zum Vorbild nehmen. Denn aus pädagogischer Sicht sind die Schulschließungen dramatisch, auch wenn sie infektiologisch notwendig sind“, kommentiert der VBE-Landesvorsitzende und bilanziert: „Selbsttests sind gut – aber Impfungen für alle Lehrkräfte und das pädagogische Personal an allen Schulen wären besser.“

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