Islamischer Religionsunterricht IRU: „Die Entscheidung war überfällig!“

Islamischer Religionsunterricht IRU: „Die Entscheidung war überfällig!“

(28.04.2020) „Endlich herrscht Klarheit!“, kommentiert der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Hessen, Stefan Wesselmann, die Entscheidung des Hessischen Kultusministeriums, den bekenntnisorientierten Islamischen Religionsunterricht (IRU) in Kooperation mit DITIB Hessen auszusetzen.

Die Entscheidung war seit langem überfällig: Fast zwei Jahre lang hatte die DITIB Hessen Zeit, ihre Unabhängigkeit von der türkischen Religionsbehörde Diyanet nachzuweisen. „Das war eine unerträgliche Hängepartei sowohl für die Schulen als auch für die im IRU eingesetzten staatlichen Lehrkräfte und Referendarinnen und Referendare.“ Dass diesen die Möglichkeit gegeben werden soll, im neuen Islamunterricht eingesetzt zu werden, hält der VBE Hessen insofern für ein faires Angebot.

Mit Blick auf die muslimische Schülerschaft teilt der VBE Hessen die Auffassung seines Dachverbands, des dbb Hessen, dass der nicht bekenntnisorientierte Islamunterricht ein Ersatz ist.

Die Einführung des IRU hatte der VBE Hessen allerdings von Anfang an grundsätzlich befürwortet, aber immer darauf bestanden, dass dieser auf dem Boden des Grundgesetzes und der Verfassung stattfindet und jegliche Einflussnahme des türkischen Staates ausgeschlossen ist.

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