"Die Initiative gegen sexuelle Gewalt an Schulen ist sinnvoll und leider auch notwendig"

"Die Initiative gegen sexuelle Gewalt an Schulen ist sinnvoll und leider auch notwendig"

VBE Hessen begrüßt Initiative gegen sexuelle Gewalt an Schulen +++ Trend zum Ganztag macht Handlungsbedarf umso größer +++ Novelle des Schulgesetzes thematisiert zu Recht das Obhutsverhältnis von Lehrkräften zu Schülerinnen und Schülern +++

Der VBE Hessen begrüßt den Start der Bundesinitiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ in Hessen. „Es ist gut, dass die Schulen jetzt Konzepte und Leitlinien an die Hand bekommen, wie sie Schülerinnen und Schüler vor sexueller Gewalt schützen können und wie sie im Verdachtsfall handeln sollen“ so Stefan Wesselmann, Landesvorsitzender des VBE Hessen. Dass sexuelle Übergriffe nicht nur in den Elternhäusern passieren, sondern auch an den Schulen, ist spätestens seit Bekanntwerden der Missbrauch-Fälle an der Odenwaldschule und zuletzt an einer Darmstädter Schule bekannt.

Der Handlungsbedarf sei umso größer, als Unterricht und Betreuung im Ganztag immer selbstverständlicher werden: Kinder, Jugendliche und Erwachsene verbringen dort viel Zeit miteinander, das Verhältnis wird enger. „Gleichzeitig verpflichtet das Obhutsverhältnis zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern zu einem verantwortungs- und vertrauensvollen Umgangs mit Nähe und Distanz“, so Wesselmann.

Der Ausschluss von sexuellen Kontakten zwischen Lehrkräften sowie allen anderen Beschäftigen an einer Schule einerseits und Schülerinnen und Schülern andererseits ist so bedeutsam, dass das Kultusministerium diesen Punkt auch in die Novelle des Schulgesetzes aufgenommen hat – was der VBE Hessen ebenfalls ausdrücklich gutheißt.

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