Wichtig: Zeitausgleich bei befristeten Verträgen

Wichtig: Zeitausgleich bei befristeten Verträgen

Die Richtlinien zum Lebensarbeitszeitkonto (LAK), die im Amtsblatt 06/18 veröffentlicht wurden, enthalten eine kleine, für alle Kolleginnen und Kollegen mit befristeten Arbeitsverträgen allerdings bedeutsame Regelung: Im Abschnitt IV LAK-RL LK/SP – Inanspruchnahme des Zeitguthabens heißt es unter Punkt 13 sinngemäß, dass bei befristeten Arbeitsverhältnissen, die für mindestens ein Schuljahr gelten, der Ausgleich des Lebensarbeitszeitkontos in Zeit erfolgen muss. Nach einem Schuljahr hätte eine Kollegin oder ein Kollege mit voller Stelle also Anspruch auf einen Zeitausgleich von 26 Pflichtstunden; dies entspricht etwa einer Schulwoche. Bei Teilzeit-Stellen erfolgt der Zeitausgleich anteilig zum Umfang der Stundenverpflichtung.

Was die betroffenen Lehrkräfte selbst, aber auch Personalräte und Schulleitungen unbedingt wissen sollten: Dieser Ausgleich wird von der Schule organisiert! Das bedeutet, dass die Schulgemeinde überlegen muss, ob befristet beschäftigte Kolleginnen oder Kollegen zum Schuljahresende z. B. noch für die Mitarbeit in Projektwochen eingeplant werden oder in welcher Form ein Ausgleich ansonsten erfolgen kann.

Läuft der Vertrag nur für einen Teil der regulären Unterrichtszeit, gilt eine andere Regelung: Dann ist ein finanzieller Ausgleich der angesparten Stunden des Lebensarbeitszeitkontos durch eine entsprechende (Neben-)Abrede in den Arbeitsvertrag aufzunehmen. Allerdings: Lehrkraft und Personalrat sollten sichergehen, dass dies dann auch wirklich im Arbeitsvertrag steht!

Die Richtlinie zum Lebensarbeitszeitkonto finden Sie auf dieser Homepage in der Rubrik Aktuelles unter “Material”.

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