Störung von Videokonferenzen: HKM stellt Tipps für mehr Sicherheit bereit

Störung von Videokonferenzen: HKM stellt Tipps für mehr Sicherheit bereit

(01.02.2021) Das Kultusministerium hat auf unerlaubte Störungen von Videokonferenzen reagiert: Den Schulen wurden Empfehlungen zugesandt, wie sie z.B. durch Links und Passwörter die Sicherheit von Videokonferenzen erhöhen können. Außerdem gibt es einen Musterbrief an die Eltern, in dem u.a. darauf hingewiesen wird, dass sowohl das „Hacken“ als auch das Mitschneiden von Videokonferenzen als Straftat gelten.

Der VBE Hessen begrüßt diese Informationen, die durchaus wertvolle Tipps für das digitale Unterrichten enthalten und auch „nach Corona“ noch hilfreich sein werden – allerdings wäre es noch besser gewesen, wenn diese Informationen schon mit Start des digitalen Unterrichts im vergangenen Frühjahr an die Lehrkräfte gegangen wären.

Mehr als ärgerlich ist zudem der Hinweis, dass „der Versand von E-Mails durch Lehrkräfte ausschließlich über E -Mail -Adressen des Landes oder der Schulträger erfolgen“ dürfe bzw. über das Schulportal, externe Lernplattform oder datenschutzkonforme Messenger-Dienste. „Das ist ein Witz angesichts der Tatsache, dass die dienstlichen E-Mails noch nicht praxistauglich sind und dass in vielen Schulen die technische Ausstattung und stabiles Internet für Videokonferenzen fehlen“, kritisiert der VBE-Landesvorsitzende Stefan Wesselmann. „Lehrkräfte, die sich um digitalen Unterricht bemühen, kommen folglich gar nicht ohne private Geräte aus – und werden dafür nun quasi abgestraft, weil das HKM ihnen die Verantwortung zuschiebt.“

Das Anschreiben, den Musterbrief sowie weiterführende Informationen haben wir auf dieser Homepage in die Rubrik „Aktuelles – Material“ eingestellt.

Foto: Dylan Ferreira / unsplash

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