PPB: Es sind noch Lizenzen frei!

PPB: Es sind noch Lizenzen frei!

(03.12.2021) Schulen, die noch Lizenzen für den Zugang zu PPB benötigen, können sich an das für sie zuständige Staatliche Schulamt wenden. Denn derzeit sind 1200 der 6000 PPB-Zugänge noch nicht vergeben, wie Vertreter des Kultusministeriums auf der Sitzung des Hauptpersonalrats der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) am 01.12.2021 mitgeteilt haben.

Laut HKM haben die Staatlichen Schulämter bei Einführung des Planungssystems nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel ein Kontingent an Lizenzen erhalten, die sie weiter verteilen konnten bzw. können. Es ist also von Seiten des HKM nicht starr festgelegt, dass ganz große Systeme sechs und normal große Schulen nur zwei Zugänge erhalten dürfen, wie es in der Regel umgesetzt wurde.

An den Schulen mit nur zwei PPB-Zugängen (in der Regel eine für das Sekretariat und eine für die Schulleitung) ist es bei Langzeiterkrankungen gar nicht zu umgehen, dass die personalisierten Zugangsdaten weitergegeben werden müssen, damit die Arbeit erledigt werden kann. Das ist unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes ebenso wenig hinnehmbar wie die Aussage des Kultusministeriums, dass die Lizenzen zu teuer seien, um die Schulen mit mehr Zugängen auszustatten.

Ob in den Staatlichen Schulämtern bekannt ist, dass es noch „freie“ Lizenzen gibt und ob die Schulämter diese auch „freigeben“ wollen, ist ungewiss. In jedem Fall können Schulen, die dort nun wegen weiterer Lizenzen anfragen, aber auf die Aussagen des HKM gegenüber dem HPRLL verweisen.

Unabhängig davon will das Kultusministerium prüfen, warum es einerseits noch so viele freie Zugänge gibt und andererseits Schulen nicht mit ausreichend Lizenzen versorgt sind. Unklar ist auch, warum 1800 der vergebenen Lizenzen mindestens 70 Tage lang nicht genutzt wurden – nach diesem Zeitraum deaktiviert sich der Zugang automatisch. Auch dieser Frage will das HKM nun nachgehen.

Foto: unsplash / Dayne Topkin

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