Impf-Nachweise und Atteste: nicht in die Akte

Impf-Nachweise und Atteste: nicht in die Akte

(01.10.2020) Die Masern-Impfpflicht wirft einige Fragen auf – u.a. zum Umgang mit dem Nachweis für die Impfung. Das Hessische Kultusministerium hat in diesem Punkt nun in einem Schreiben an die Schulleiter/innen für Klarstellung gesorgt: „Das ärztliche Attest, der Impfausweis, das gelbe Kinderuntersuchungsheft oder sonstige Bescheinigungen in diesem Zusammenhang sind weder im Original noch in Kopie zur Schüler- oder Lehrerakte zu nehmen, sondern verbleiben im Besitz der Betroffenen.” Dies gilt selbstverständlich auch für andere Atteste, z.B. zwecks Befreiung von der Mund-Nasen-Bedeckung.

Der VBE begrüßt, dass mit dieser Regelung der Datenschutz geachtet wird. Es bleibt aber die Kritik, dass die Überprüfung und Dokumentation des Impfschutzes bei den Schulleitungen abgeladen wird, die nun auch Impfpass lesen können müssen und zudem – wegen des Datenschutzes – für jede/n Schüler/in und alle Kolleginnen und Kollegen eine Aktennotiz anfertigen müssen, da eine Kopie des Impfausweises ja nicht erlaubt ist.

Übrigens: Der VBE Hessen hat einige Fragen und Antworten zur Masern-Impfpflicht zusammengestellt. Sie finden das Infoblatt dazu auf dieser Homepage in der Rubrik “Material”.

Das Schreiben des HKM können Sie hier nachlesen:
https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/umgang-mit-corona-schulen/fuer-schulleitungen/schreiben-schulleitungen/umgang-mit-aerztlichen-attesten

Foto: iStock

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