Erlass: Mehrarbeit durch Distanzunterricht kann vergütet werden

Erlass: Mehrarbeit durch Distanzunterricht kann vergütet werden

(21.02.2021) Wenn Lehrkräfte über die Pflichtstundenzahl hinaus nicht nur im Präsenzunterricht eingesetzt sind, sondern auch Schüler/innen im Distanzunterricht haben, kann die Mehrarbeit hierfür vergütet werden. Dies hat das Kultusministerium per Erlass geregelt.

Dies geschieht auf Grundlage der Mehrarbeitsvergütung, zahlen muss das zuständige Staatliche Schulamt, sofern die Mehrarbeit schriftlich angeordnet und genehmigt wurde. Dies darf nur geschehen, wenn weder Lehrkräfte, die selbst vom Präsenzunterricht befreit sind, noch befristet angestellte TV-H-Lehrkräfte den Unterricht übernehmen können.

Der VBE Hessen weist seit Monaten auf die beschriebene Doppelbelastung vieler Lehrkräfte hin und hat von Anfang an eine Vergütung der Mehrarbeit gefordert. Mit dem Erlass trägt das HKM dieser Forderung zumindest teilweise Rechnung, was der VBE Hessen begrüßt.

Als Mehrarbeit gelten nur Unterrichtssituationen, bei denen zwischen der Schülerin/dem Schüler und der Lehrkraft eine Kommunikation (z.B. über die Lernplattform) stattfindet, die ein Feedback über die erbrachten Leistungen enthält und eine Notengebung ermöglicht. Die Unterrichtssituation soll insgesamt mindestens so lange sein wie die eigentlich zu erteilende Unterrichtsstunde. Dabei kann die Unterrichtssituation, analog dem Präsenzunterricht, auch Phasen der Einzel- oder Gruppenarbeit von Schüler/innen umfassen. Es reicht nicht aus, wenn der Schülerin bzw. dem Schüler lediglich Lern- und Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt wird.

Bei den Schüler/innen geht es um Kinder und Jugendliche, die aufgrund eines Attests vom Präsenzunterricht in ihrer Lerngruppe befreit sind oder sich in Quarantäne befinden.

Den Erlass finden Sie hier auf unserer Homepage.

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