Standorterhaltung der Staatlichen Schulämter begrüßt - VBE fordert rasche Offenlegung der
Pläne zu den Staatlichen Schulämtern - VBE-Landeschef warnt vor erneuter Hängepartie -
Schulen brauchen am ersten Schultag verlässliche Schulämter
"Die Ankündigung von Kultusministerin Henzler, alle Standorte der Staatlichen Schulämter erhalten zu
wollen ist ein Erfolg der Gewerkschaften und Personalräte in der Sache. Sie ist ohne Abstriche zu
begrüßen", sagte der hessische VBE-Landesvorsitzende Helmut Deckert heute auf eine entsprechende
Ankündigung aus dem Kultusministerium.
"Weniger gut ist, dass die genauen Pläne erst in den Sommerferien folgen sollen", monierte Deckert
aber. "Steuern wir jetzt wieder auf eine Phase der Gerüchte, der Dementis und Gegendementis mit
entsprechender Unsicherheit hin?", zeigte er sich kritisch. "Auch das Ministerium weiß sicher, dass in 5
Wochen die Schule in Hessen wieder beginnt. Da brauchen die Schulen - zumal mit neuem Schulgesetz
und Lehrerbildungsgesetz - Schulämter, die ein verlässlicher und arbeitsfähiger Unterstützer sind.
Kontraproduktiv wäre es gewiss, wenn die Ämter in dieser Zeit der ersten Wochen nach den Ferien mit
sich selbst und einer allfälligen Umorganisation beschäftigt sind."
Deckert kritisierte auch, dass es wohl neuerdings Mode sei, dass Schulen, Schulleiter und Schulämter
Änderungen ihrer Arbeitsumstände und -bedingungen aus den Medien erfahren. "Das ist kein
akzeptabler Umgang mit dem Personal", fügte der VBE-Chef hinzu, "zumal gegebenenfalls
Umstrukturierungen sicher auch die Verlagerung von Arbeitsplätzen zur Folge hätten. Was wäre dazu
besser geeignet gewesen als die Sommerferien?", so Deckert abschließend.